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Landesmeisterschaften Nordrhein-Westfalen (Gruppenregatta West) und German Masters 2022 in Köln

29. Juni 2022

Der WSV Niederrhein war dabei!

Am Wochenende des 17.-19. Juni 2022 war es endlich soweit: nach 2 Jahren Coronabedingter Wettkampfpause hat die Westdeutsche Meisterschaft im Kanu-Rennsport stattgefunden – bei bestem, sommerlichen Wetter.
Mit am Start war die Jugend des WSV mit insgesamt 23 Sportlerinnen in 5 Disziplinen. Am Auftakttag ging es bereits morgens um 9:14 Uhr mit den ersten Vorläufen los: Erst die Herren-Junioren mit Luca Brachthäuser, der sich mit einem 4. Platz den Zwischenlauf im K1 auf 500 m sicherte, dann im Anschluss Sophia Lafleur, die sich mit ihrem 5. Platz in derselben Disziplin der weiblichen Jugend ebenfalls den Zwischenlauf erkämpfte. Ebenfalls für den Zwischenlauf qualifizierte sich bei den männlichen Schülern A Leonard Tietz, der sich in einem spannenden Rennen wenige Meter vor der Zielgeraden vom 6. auf den 5. Platz vorkämpfte, und Lewin Flanhardt, der sich eine souveränen 3. Platz sicherte. Auch Hermine Huse mit Platz 6 bei den weiblichen Schülern B sowie Luisa Rupprecht mit Platz 5 bei den weiblichen Schülern A konnten die Teilnahme an dem Zwischenlauf auf 500 m im K1 für sich verbuchen. Zum Ende des Vormittags haben sich dann Sophia Lafleur bei der weiblichen Jugend und Luca Brachthäuser bei den Männer-Junioren mit dem 6. und 5. Platz auf den 1.000 m für die Zwischenläufe qualifiziert. Es war bis dahin ein Event ganz nach dem Geschmack der Trainer, Betreuer und Eltern: viele hatten sich bereits am Donnerstag eingefunden und ihr Lager aus Wohnwagen und Zelten am Rande der Regattabahn aufgeschlagen. Gute Stimmung, gute Gespräche und ein schöner Teamgeist haben das Geschehen geprägt. Zwischendurch Kaufrausch einiger Mütter am Craft-Stand, mit Winterjacken-Anproben bei 36 °C – da kommt Vorfreude auf den Winter auf. Insgesamt fast Urlaubscharakter, wenn da nicht noch die Wettkämpfe wären. Mittags haben die Wasserdisziplinen des Kanu-Mehrkampfes stattgefunden, bei denen insgesamt 8 Sportlerinnen des WSV alles gegeben haben, um sich gute Rankings vom dem letzten Lauf des KMK am Sonntag – die 1.000 m Langstrecke – zu sichern. Beste Karten für eine Qualifizierung für die Deutsche Meisterschaft in Brandenburg hat hier Luisa Rupprecht, die sich mit dem 9. Platz im Gesamtranking gute Voraussetzungen geschaffen hat, um am Sonntag auf den 1.000 m den „Sack“ zuzumachen. Und natürlich Lewin Flanhardt, dem Platz 6 im Gesamtranking für die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft reichen würde.
Nachmittags dann Luca Brachthäuser, der als einziger Sportler die 200 m Distanz gefahren ist: mit Platz 7 hat er sich für die Teilnahme am Zwischenlauf qualifiziert, bevor es dann mit den Vorläufen der K2-Rennen auf 500 m losging: Oskar Pfeiffer und Nick Laube fuhren auf Platz 7 in ihrer Klasse, Timo Grau und Julian Witt erkämpften sich eine grandiosen 3. Platz, ebenso Luisa Naß und Amalie Lippe-Weißenfeld mit einem tollen 3. Platz, und auch Lewin Flanhardt und Leonard Tietz konnten sich bei den A-Schülern mit einem sehr guten 3. Platz für den Endlauf qualifizieren. Nur für Emma Niederprüm und Hermine Huse sowie Luisa Rupprecht und Nina Witt reichte es mit Platz 8 nicht für die Zwischenläufe.
In den Zwischenläufen auf den 1.000 m konnten sich Luca Brachthäuser mit dem 6. Platz und Sophia Lafleur mit dem 7. Platz leider nicht für die Endläufe qualifizieren.
Dann die Zwischenläufe der 500 m Distanz: zunächst schied Leonard Tietz bei den A-Schülern aus, der auf dem 9. Platz landete. Aber dann Lewin Flanhardt: er hätte sich bei einem 3. Platz in der Zwischenrunde direkt für die Deutsche Meisterschaft qualifizieren können. Nach einem unglücklichen Start fuhr Lewin weite Strecken auf dem 4. Platz, kämpfte sich dann im Zielbereich noch nach vorne, hat dann den 3. Platz aber letztendlich nicht mehr erreicht. So muss Lewin auf den 2. Wettkampftag hoffen … Luisa Rupprecht konnte sich mit Platz 6 gerade noch für die Zwischenläufe platzieren, ebenso Sophia Lafleur, die sich mit dem 7. Platz noch in die B-Endrunde rettete. Den Tag schloss dann Hermine Huse ab, die es mit dem 4. Platz in ihrem Zwischenlauf auf 500 m leider nicht in die Endrunde schaffte.
Insgesamt ein interessanter Renntag mit vielen Teilerfolgen, die Lust auf den zweiten Tag machten, und der mit einem Abend endete, an dem die Sportler erschöpft und glücklich nach getaner Arbeit zusammen mit ihrem Anhang Leckeres vom Grill genossen haben.
Am zweiten Tag gings dann nach einem gemeinsamen ausgiebigen Frühstück sportlich weiter, zunächst mit den 500 m Zwischenläufen, wo sich Luca Brachthäuser als 5. durchsetzte und für den B-Endlauf qualifizierte. Luisa Naß und Amalie Lippe-Weißenfeld schafften mit knappem Vorsprung in einem packenden Rennen einen grandiosen 1. Platz für die Endrunde. Im Endlauf hat Luca Brachthäuser dann leider knapp den Sprung aufs Treppchen für Bronze verpasst. Sophia Lafleur ist der Platz 8 im 500 m B-Endlauf gelungen. Aber bei einer Westdeutschen Meisterschaft sind doch irgendwie alle Sieger!

Mittags dann brutale Hitze mit Temperaturen von 36°C in der Spitze, sehr schwierige Bedingungen für die Sportler*innen. Das hat sich dann bemerkbar gemacht, als Leonard Tietz und Lewin Flanhardt ebenfalls nach hartem Kampf den 8. Platz in ihrem 500 m Endlauf belegten, gefolgt von Timo Grau und Julian Witt in ihrer Klasse in derselben Distanz. Dann Luisa Rupprecht im 1.000 m Kanu Mehrkampf-Endlauf mit Platz 7, Hermine Huse mit Platz 9, Lewin Flanhardt mit Platz 8. Nur Ben Hoffmann mit Platz 4 und Leonard Tietz mit einem großartigen ersten Platz konnten diese Wettbewerbsdistanz für sich besser gestalten.
Machte alles nix, die Stimmung im Team war trotzdem gut:

Sabine & Lino

Rainer hat diverse Bootswart-Väter-Gespräche in der nahegelegenen Strandbar geführt, gefolgt von einem gemeinsamen Pizzaessen und gemeinsamen Ausklang des Abends, bevor dann die Hitze der Nacht die armen Camper in ihr Arme genommen hat – begleitet von grölenden Wochenend-Touristen, die scheinbar die gesamte Nacht am Fühlinger See verbracht und die Nachtruhe unserer Sportler gestört haben …
Sonntag kam dann eine wetterseitige Abkühlung, die mittags sogar leichten Regen mit sich brachte. Irgendwie dann auch relativ früh mit Aufbruchstimmung verbunden, der ein oder andere hat längere Zwischenzeiten zwischen den Wettkämpfen bereits genutzt, um schon das ein oder andere im Wohnwagen für die Abreise vorzubereiten.
Sportlich war ein Großteil der Messe bereits gelesen, denn am Sonntag hat sich das Renngeschehen für unsere Sportler schon deutlich reduziert. Morgens haben die Jüngeren zwischen 8 und 11 Jahren ihre 1.000 m K1-Rennen bestritten. Mit Platzierungen zwischen Platz 2 und Platz 17 war für unsere Jüngsten alles dabei. Dann Luisa Rupprecht im 500 m B-Endlauf mit dem 7. Platz, Lewin Flanhardt errang Platz 3 in derselben Klasse. Luca Brachthäuser holte dann im Zwischenlauf auf den 200 m den 4. Platz und verpasste damit nur knapp den Endlauf und die Chance auf eine Medaille. Kurz vor dem Ende der Meisterschaft waren dann noch die Langstrecken mit 2.000 und 5.000 m auf dem Plan. Unsere Sportler hatten mit starkem Wind und vergleichsweise rauem Wasser zu kämpfen. Trotzdem holten sich Lewin Flanhardt und Leonard Tietz im Zweier auf dieser Strecke einen guten 5. Platz,

Luisa Rupprecht und Nina Witt schafften Platz 8. Im einzigen K4 des WSV der gesamten Meisterschaft brachten Luisa Naß, Amalie Lippe-Weißenfels, Marie Giulia Alonzo und Hermine Huse einen tollen 4. Platz ins Ziel, Oskar Pfeiffer und Nick Laube Platz 5 im K2 und Ben Hoffmann Platz 13 im K1. Den Abschluss der Meisterschaft krönte Sophia mit einem 5. Platz auf den 5.000 m der weiblichen Jugend …

So endete die Meisterschaft für den WSV letztendlich ohne Medaille, aber dafür mit zwei Qualifizierungen für die Deutsche Meisterschaft in Brandenburg: Luisa Rupprecht und Lewin Flanhardt qualifizierten sich mit guten einstelligen Platzierungen im Gesamtklassement des Kanu-Mehrkampfes für die Deutsche Meisterschaft.
Es bleibt die Erinnerung an ein sehr schönes, sportliches Wochenende in Köln, leider begleitet von einer zu verbessernden Organisation des Veranstalters. z.B. die technischen Schwierigkeiten an und rund um die Regattabahn. Die Personen, die sich im Umfeld aufgehalten haben, haben leider ebenfalls die Stimmung sehr getrübt. Diese Unbeteiligten haben leider den Regattaablauf und die Rennen sehr gestört. Es bleibt zu hoffen, dass der Kanuverband Wege findet, vergleichbare Bedingungen und Umstände in Zukunft vermeiden zu können.
Schauen wir also nach vorne auf das, was da kommt – und dass ist die Regatta Mitte August in Recklinghausen, und natürlich die Deutsche Meisterschaft in Brandenburg Ende August

Autor: Michael Hoffmann

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